Das Schloß
nach dem Roman von Franz Kafka und der Dramatisierung von Max Brod
Textfassung vom Komponisten
Ausgabe: Aufführungsmaterial
Reihe:
Das Schloß
Produktdetails
Beschreibung
Aribert Reimanns Oper Das Schloß zeigt wech- selnde Facetten der Versuche von K., zum Schloss zu gelangen, in dessen Auftrag er als Landvermesser tätig sein soll. Die Bilder umrunden das letztlich unerreichbare Schloss wie ein Burggraben das hohe Gemäuer. Zwar wird es von Versuch zu Versuch aussichtsloser, zwar trüben sich anfängliche Leichtfertigkeiten K.s in Bezug auf das Machbare schnell ein, andererseits werden neue Hoffnungsstränge geflochten, neue Möglichkeiten des Gelingens gesehen. Gerade dieses fortwährende Begehren jedoch macht den Fremden K. zum Außenseiter in einer Gesellschaft von Menschen, die sich bereits gefunden haben. Das wesentliche Merkmal von Reimanns Interpretation ist der Aspekt der Überlagerung, der Durchdringung, durch den alles sich Ereignende fremd abgetönt wird. Hierin sah Reimann seine eigentliche kompositorische Aufgabe, die der Idee dient, den im dramatisierten Text verloren gegangenen Rätselcharakter Kafkas im neuen Medium zurückzuerobern.
"Die meist kammermusikalisch gehaltene, sensibel gedachte Partitur ist [...] sehr differenziert auf das jeweilige Segment zugeschnitten. Hier finden sich typische Situationen des Helden auf dem Weg zu seinem unerreichbaren Ziel. Ob Wirtin, Bürosekretär oder Bote – ihre Funktion besteht darin, K. zu behindern und zu verwirren. Jede dieser Szenen hat ihre eigene Klangsprache, ihren eigenen Gestus, ihre unverwechselbare Instrumentation." (Frank Kämpfer, NZ 11, 1992)
"Die meist kammermusikalisch gehaltene, sensibel gedachte Partitur ist [...] sehr differenziert auf das jeweilige Segment zugeschnitten. Hier finden sich typische Situationen des Helden auf dem Weg zu seinem unerreichbaren Ziel. Ob Wirtin, Bürosekretär oder Bote – ihre Funktion besteht darin, K. zu behindern und zu verwirren. Jede dieser Szenen hat ihre eigene Klangsprache, ihren eigenen Gestus, ihre unverwechselbare Instrumentation." (Frank Kämpfer, NZ 11, 1992)
Orchesterbesetzung
Picc. · 1 · Altfl. · 1 · Engl. Hr. · Heckelphon · Es-Klar. · 1 · Bassklar. · 2 (2. auch Kfg.) · Kfg. - 4 · 4 · 3 · 1 - P. S. (Glsp. · Xyl. · Vibr. · Röhrengl. · 5 Tomt. · Mil. Tr. · Rührtr. · kl. Tr. · gr. Tr.) (4 Spieler) - 2 Hfn. · Klav. - Str. (12 · 10 · 8 · 6 · 5)
Personenbesetzung
K., ein Ortsfremder, etwa 40 Jahre alt · Bariton - Der Wirt des Gasthofs "Zur Brücke" · Bariton - Die Wirtin, seine Frau · dramatischer Mezzosopran - Schwarzer, der Sohn eines Unterkastellans im Schloß · Sprechrolle - Artur, der Gehilfe · Tenor - Jeremias, der zweite Gehilfe · Bass-Bariton - Barnabas, der Bote aus dem Schloß · Tenor - Olga, seine Schwester · Mezzosopran - Amalia, seine Schwester · Sopran - Der Herrenhofwirt · Bass-Bariton - Frieda, Schankmädchen im Herrenhof · Sopran - Der Gemeindevorsteher · Bass - Mizzi, seine Frau · stumme Rolle - Der Lehrer · Tenor - Bürgel, Untersekretär · Sprechrolle - Vier Bauern · 2 Tenöre, 2 Bässe - Bauern, Schloßdiener
Weitere Informationen
Titel:
Das Schloß
nach dem Roman von Franz Kafka und der Dramatisierung von Max Brod
Textfassung vom Komponisten
Sprache:
Deutsch
Ausgabe:
Aufführungsmaterial
Verlag/Label:
Schott Music
Kompositionsjahr:
1989 - 1991
Spieldauer:
165 ′0 ′′
Uraufführung:
2. September 1992 · Berlin (D)
Deutsche Oper
Berliner Festwochen 1992
Musikalische Leitung: Michael Boder
Inszenierung: Willy Decker · Kostüme: Wolfgang Gussmann · Bühnenbild: Wolfgang Gussmann
(szenisch)
Deutsche Oper
Berliner Festwochen 1992
Musikalische Leitung: Michael Boder
Inszenierung: Willy Decker · Kostüme: Wolfgang Gussmann · Bühnenbild: Wolfgang Gussmann
(szenisch)
Auftragswerk:
Auftragswerk der Deutschen Oper Berlin / Commissioned by Deutsche Oper Berlin
Reihe:
Schlagworte:
Technische Details
Medienart:
Leih-/Aufführungsmaterial
Bestellnummer:
LS 3342-01
Hersteller:
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