Boulevard Solitude
Lyrisches Drama in sieben Bildern
Libretto von Grete Weil, Szenarium von Walter Jockisch
Ausgabe: Aufführungsmaterial
Reihe:
Boulevard Solitude
Produktdetails
Beschreibung
Erstes Bild, Bahnhofshalle in einer französischen Stadt: Manon Lescaut, die auf dem Weg in ein Pensionat von ihrem Bruder Lescaut begleitet wird, trifft auf den Studenten Armand, der sie überredet, mit ihm zu gehen. · 2. Bild, Mansardenzimmer in Paris: Manon lebt glücklich mit Armand zusammen; dennoch lässt sie sich von Lescaut mit dem reichen Lilaque père verkuppeln. · 3. Bild, elegantes Boudoir bei Monsieur Lilaque: Lilaque überrascht Lescaut beim Diebstahl; er weist ihn und Manon aus dem Haus. · 4. Bild, Universitätsbibliothek: Manon trifft Armand wieder; ungeachtet seiner Enttäuschung über ihre Untreue will er wieder mit ihr zusammenleben. · 5. Bild, Kaschemme: Armand erliegt dem Drogenrausch; Lescaut verkuppelt Manon erneut, diesmal mit Lilaque fils. · 6. Bild, Vorzimmer und Schlafzimmer von Lilaque fils: Lilaque père überrascht Manon und Armand; Manon schießt Lilaque nieder. · 7. Bild, vor dem Gefängnis: Armand wartet auf Manon; sie geht an ihm vorbei, ohne Notiz von ihm zu nehmen. Eine am epischen Theater und am Film geschulte kühl-analytische Struktur der von sinfonischen Zwischenspielen episodenhaft miteinander verbundenen Szenen und eine radikale Abkehr vom sinnlichen Gefühlsüberschwang früherer Vertonungen des Stoffes (Auber, Massenet, Puccini) kennzeichnen Henzes erste abendfüllende Oper. Die Sinfonischen Zwischenspiele sind auch als eigenständiges Orchesterwerk Bestandteil des Konzertrepertoires vieler Orchester. (siehe S. 96)
"In Boulevard Solitude ist noch sehr viel Balletthaftes, so sehr, dass man sagen könnte, das Ganze ist ein Ballett, nur dass eben die Solisten nicht tanzen, sondern singen. Alle Nebenrollen sind getanzt, und der Chor ist ins Orchester verbannt. Die Wahl des Manon-Stoffes und die Form des Ganzen, in Zusammenarbeit mit Walter Jokisch und Grete Weil erarbeitet, schließlich die Bezeichnung „lyrisches Drama“ lassen durchblicken, dass es mir um die Darstellung meist ganz zarter erotischer Zustände, hauptsächlich allerdings Verzweiflungszustände, ging; weder konnte ich ganz ernste noch wirklich heitere Dinge bewältigen, der Ernst wurde dunkle Trauer und die Heiterkeit immer zur Satire oder Parodie. Es entstand trotzdem, vielleicht wegen dieser Einspurigkeit, eine bestimmte Wirkung, ein gewisser Reiz und eine bestimmte Atmosphäre."
"In Boulevard Solitude ist noch sehr viel Balletthaftes, so sehr, dass man sagen könnte, das Ganze ist ein Ballett, nur dass eben die Solisten nicht tanzen, sondern singen. Alle Nebenrollen sind getanzt, und der Chor ist ins Orchester verbannt. Die Wahl des Manon-Stoffes und die Form des Ganzen, in Zusammenarbeit mit Walter Jokisch und Grete Weil erarbeitet, schließlich die Bezeichnung „lyrisches Drama“ lassen durchblicken, dass es mir um die Darstellung meist ganz zarter erotischer Zustände, hauptsächlich allerdings Verzweiflungszustände, ging; weder konnte ich ganz ernste noch wirklich heitere Dinge bewältigen, der Ernst wurde dunkle Trauer und die Heiterkeit immer zur Satire oder Parodie. Es entstand trotzdem, vielleicht wegen dieser Einspurigkeit, eine bestimmte Wirkung, ein gewisser Reiz und eine bestimmte Atmosphäre."
Orchesterbesetzung
2 (2. auch Picc.) · 1 · Engl. Hr. · 1 · Bassklar. · 2 - 4 · 4 Jazztrp. · 3 · 1 - P. S. (Glsp. · Xyl. · Vibr. · Trgl. · Röhrengl. · hg. Beck. · Tamt. · Tomt. · 2 kl. Tr. · gr. Tr. · Mar. · Clav.) (9 Spieler) - Mand. · Hfe. · Klav. - Str.
Personenbesetzung
Manon Lescaut · leichter, hoher Sopran - Armand des Grieux, ein Student · lyrischer Tenor - Lilaque père, ein reicher Kavalier · hoher Tenor-Buffo - Lescaut, Bruder von Manon · lyrischer Bariton - Francis, Freund von Armand · Bariton - Lilaque fils · Bass - Zwei Kokainisten, Zigarettenboy, Blumenmädchen · Tänzer - Zeitungsjungen, Bettler, Dirnen, Polizisten, Studenten und Studentinnen, Reisende · Tänzer und Schauspieler
Weitere Informationen
Titel:
Boulevard Solitude
Lyrisches Drama in sieben Bildern
Libretto von Grete Weil, Szenarium von Walter Jockisch
Englische Textfassung von Norman Platt
Sprache:
Deutsch, Englisch
Ausgabe:
Aufführungsmaterial
Verlag/Label:
Schott Music
Kompositionsjahr:
1951
Spieldauer:
85 ′0 ′′
Uraufführung:
17. Februar 1952 · Hannover (D)
Landestheater
Musikalische Leitung: Johannes Schüler
Inszenierung: Walter Jockisch · Kostüme: Jean-Pierre Ponnelle · Bühnenbild: Jean-Pierre Ponnelle · Choreographie: Otto Krüger
(szenisch)
Landestheater
Musikalische Leitung: Johannes Schüler
Inszenierung: Walter Jockisch · Kostüme: Jean-Pierre Ponnelle · Bühnenbild: Jean-Pierre Ponnelle · Choreographie: Otto Krüger
(szenisch)
Reihe:
Schlagworte:
Technische Details
Medienart:
Leih-/Aufführungsmaterial
Bestellnummer:
LS 4959-01
Hersteller:
Medieninhalte
Audio:
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