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Leih-/Aufführungsmaterial

Spirits of the House

for orchestra and off-stage choral groups
Orchester und Chor
Bestellnummer: LARC 21
Ausgabe: Aufführungsmaterial

Produktdetails

Beschreibung

Spirits of the House wurde von Sonja und Michael Koerner für das Eröffnungskonzert der Koerner Concert Hall of the Royal Conservatory of Music in Toronto im September 2009 in Auftrag gegeben. Obwohl ich in Toronto Klavier und Komposition studierte, absolvierte ich meinen Abschluss an den Royal Schools of Music in London und meinen Kompositions-Unterricht erhielt ich bei John Weinzweig im alten Gebäude der Musik-Fakultät in der College Street. Trotzdem kannte ich mich in dem rötlichen Gebäude gut aus und besuchte dort während meiner Studienjahre und auch danach viele Konzerte. Ich bin nicht sehr spirituell, aber ich habe schon oft, wie zuvor auch Madame Blavatsky und vielen andere, darüber nachgesonnen, dass Klänge niemals ganz verstummen, sondern in einem ewigen Echo in dunklen Räumen und in Sternenhimmeln verweilen. Ist es dann nicht auch möglich, sich jegliche Musik, die jemals im Royal Conservatory erklungen ist und immer noch in den alten resonanten Gemäuern nachklingt, vorzustellen, sodass man mit seinem imaginierten Stethoskop hören kann, wie sich die Klänge in ewiger Bewegung miteinander vermischen? Was ich geschrieben habe, kann als Quodlibet bezeichnet werden – eine musikalische Form, die aus Bruchstücken verschiedener Werke besteht, die wiederum frei angeordnet sind, sodass jedes Stück kurzzeitig herausragt, um gleich darauf wieder von einer neuen klanglichen Textur überschwemmt zu werden. Von den Dachbalken und Decken des alten Gebäudes habe ich Fragmente verschiedener Stücke von einigen der meist gefeierten Komponisten und Lehrer des Konservatoriums über drei Generationen gebündelt und sie mit eigenen Gedanken und Reflektionen vereint.

Das erste Werk, das wir hören, ist der Finalchor aus The Wreck of the Hesperus, eine Kantate basierend auf Longfellow’s Poem von Arthur E. Fisher (1848 – 1912). Erstmals wurde das Werk beim Eröffnungskonzert der Massey Hall 1894 aufgeführt. Es schildert auf suggestive Weise einen Sturm, der alle Passagiere und die Besatzung eines Unglücksschiffs ums Leben brachte.

Ein kurzes Zwischenspiel leitet über zum Beginn einer Sonate für Cello und Klavier von Leo Smith (1881 – 1952), der selbst ein ausgebildeter Cellist war. Die Sonate wird auf neckische Weise vom Butterfly Waltz unterbrochen, einem Werk des Pianisten Ernest Seitz (1892 – 1978), der vor allem für seine Ballade The World is Waiting for the Sunrise bekannt ist. Seitz‘ Werk wird jedoch schnell von einem Bruchstück von Samuel Dolins Prelude for John Weinzweig überlagert. Ich kannte Samuel Dolin (1917 – 2002) als einen gewissenhaften Lehrer verschiedener bekannter Komponisten wie Brain Cherney, Moe Kaufmann, Michel Lontin, Ann Southam und anderen. In diesem knappen Klavierstück hallt die Kürze der atonalen Wiener Schule wider, die Dolin und Weinzweig in den 1950ern nach Kanada brachten.

Sir Ernest MacMillan (1893 – 1973) war besser als Organist denn als Komponist bekannt. Vermutlich waren seine frühen Werke abenteuerlicher und interessanter. Zur der Zeit jedoch, als er die Toronto Symphony dirigierte, nahmen seine Stücke eine pompöse, diapasonale Qualität an, der wir zu entfliehen versuchten. Sehr charakteristisch ist das Stück The King Shall Rejoice in Thy Strenght, O Lord, das klingt, als verlange es sehr gutes „Sitzfleisch“.

Ein anderer Komponist in der britischen Tradition war Healey Willan (1880 – 1968). Er ist vor allem für seine Chormusik bekannt und eines der schönsten Stücke ist die Hymne Rise Up, My Love, My Fair One. Man hört das Werk in der Ferne mit einer behutsamen Unterlegung von Harfen- und Streicherklängen.

Das letzte Stück, das ich auswählte, ist von meinem Lehrer John Weinzweig (1903 – 2006). The Red Ear of Corn ist eines seiner frühen Werk, und ich erinnere mich, wie es 1949 als Ballett uraufgeführt wurde. John war wohl einer der erste Kanadier, der sich in erster Linie als Komponist verstand und nicht als komponierender Musiker. Diese Einstellung verhalf vielen seiner Schüler dazu, eine seriöse Karriere als Komponist zu beginnen.

Mein Quodlibet endet abrupt in der Mitte des Tribal Dance aus The Red Ear of Corn und verklingt in einem friedlichen Schlummern, das auch meine letzte Erinnerung an John kurz vor seinem Tod im Pflegeheim ist. Wir hatten ein leichtes Mittagessen mit seiner Frau Helen. Ich begleitete die beiden noch auf Johns Zimmer und half ihm in sein Bett, wo er bald darauf einschlief. R. Murray Schafer

Orchesterbesetzung

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Weitere Informationen

Titel:
Spirits of the House
for orchestra and off-stage choral groups
Ausgabe:
Aufführungsmaterial
Verlag/Label:
Arcana Editions
Kompositionsjahr:
2009
Spieldauer:
15 ′
Uraufführung:
25. September 2009 Toronto, Koerner Hall (CDN) · Royal Conservatory Orchestra
Auftragswerk:
commissioned by Michael and Sonja Koerner for the inaugural concert in Koerner Concert Hall

Technische Details

Bestellnummer:
LARC 21
Lieferrechte:
Lieferrechte für alle Länder außer USA und Kanada

Aufführungen

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  • Spirits of the House
    Spirits of the House
    Orchester: Royal Conservatory Orchestra
    25. September 2009 | Toronto (Kanada) , Koerner Hall — Uraufführung
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