Ingomar Grünauer (Komponist) | Ingomar Grünauer (Librettist) | Pedro Calderón de la Barca (Dichter:in der Textvorlage)
König für einen Tag
Oper in drei Bildern
Libretto vom Komponisten nach Pedro Calderón de la Barcas "La vida es sueño" und Hugo von Hofmannsthals "Der Turm"
Ausgabe: Aufführungsmaterial
Produktdetails
Beschreibung
1. Bild: Prinz Sigismund lebt seit zehn Jahren in einem Turm, in den er auf Anordnung des Königs eingekerkert wurde, um den Hofstaat und das Land vor seinen unberechenbaren Launen zu schützen. Seine Selbstgespräche und Phantasien kreisen immer wieder um seine Geliebte Julia, den Entdecker Amerigo Vespucci und eine freie, bessere Welt ohne König und ohne Ausbeutung. Sie werden minutiös vom Wärter protokolliert. Der König und Julia kommen in den Turm; der König gibt Julias Bitte um Freilassung Sigismunds nach. Das Reich ist in Gefahr, das Volk droht mit Aufruhr. Der Staatsrat berät die Lage; man ist unsicher, wie die drohende Revolte besänftigt werden könnte.
2. Bild: Der König teilt dem Staatsrat seinen Entschluss mit – Sigismund soll König sein: „Ein junger Kopf, ein Mann der neuen Zeit, ein Mann, dem der Pöbel vertraut“. Sigismund, anfänglich unsicher, ob alles nur Maskerade und neue Demütigung sei, handelt erst zögernd, dann mit grausamer Lust. Er quält die Staatsräte, befiehlt den Sieg der Revolte und will sich mit dem Pöbel verbrüdern. Der König lässt Bettler, Dirnen und Diebe von der Straße holen, die Sigismund als seine Freunde willkommen heißt und bewirten lässt. Rasch eskaliert die Situation; der Pöbel verprügelt die Staatsräte und will Sigismund, „den obersten Blutsauger“, aufhängen. In letzter Sekunde tritt der König dazwischen und
bringt mit wenigen Worten das Geschehen unter Kontrolle. Pöbel und Staatsräte verlassen die Szene, Vater und Sohn stehen allein einander gegenüber. Der König offenbart Sigismund, dass alles ein Spiel war, um ihm begreiflich zu machen: „Ein Reich ist kein Spielball für Phantasten“. Sigismund ist gebrochen und geht freiwillig in den Turm zurück.
3. Bild: Sigismund ist allein am Meer. Julia kommt hinzu, sie bittet ihn, mit ihr fort zu gehen. Doch Sigismund zieht es vor, allein zu bleiben, gefangen in seinen Phantasien.
2. Bild: Der König teilt dem Staatsrat seinen Entschluss mit – Sigismund soll König sein: „Ein junger Kopf, ein Mann der neuen Zeit, ein Mann, dem der Pöbel vertraut“. Sigismund, anfänglich unsicher, ob alles nur Maskerade und neue Demütigung sei, handelt erst zögernd, dann mit grausamer Lust. Er quält die Staatsräte, befiehlt den Sieg der Revolte und will sich mit dem Pöbel verbrüdern. Der König lässt Bettler, Dirnen und Diebe von der Straße holen, die Sigismund als seine Freunde willkommen heißt und bewirten lässt. Rasch eskaliert die Situation; der Pöbel verprügelt die Staatsräte und will Sigismund, „den obersten Blutsauger“, aufhängen. In letzter Sekunde tritt der König dazwischen und
bringt mit wenigen Worten das Geschehen unter Kontrolle. Pöbel und Staatsräte verlassen die Szene, Vater und Sohn stehen allein einander gegenüber. Der König offenbart Sigismund, dass alles ein Spiel war, um ihm begreiflich zu machen: „Ein Reich ist kein Spielball für Phantasten“. Sigismund ist gebrochen und geht freiwillig in den Turm zurück.
3. Bild: Sigismund ist allein am Meer. Julia kommt hinzu, sie bittet ihn, mit ihr fort zu gehen. Doch Sigismund zieht es vor, allein zu bleiben, gefangen in seinen Phantasien.
Orchesterbesetzung
2 (2. auch Picc.) · 2 (2. auch Engl. Hr.) · 2 (2. auch Bassklar.) · 2 (2. auch Kfg.) - 2 · 1 · 1 · 0 - S. (Marimba · 3 Crot. · 2 hg. Beck. · Hi-Hat · 3 Tomt. · Rührtr. · kl. Tr.) (1 Spieler) - Reißnagel-Klav. - Str.
Personenbesetzung
Wächter · Tenor - Prinz Sigismund · (Bass-)Bariton - König · Bass - Julia · Sopran - 1. Staatsrat · hoher (Koloratur-)Sopran - 2. bis 8. Staatsrat · 4 Alt, 3 Tenöre - 4 Männer von der Straße · 4 Bässe - 4 Frauen von der Straße · 4 Soprane - unsichtbare Stimmen (Gouvernanten, Erzieher etc.) · Chor
Weitere Informationen
Titel:
König für einen Tag
Oper in drei Bildern
Libretto vom Komponisten nach Pedro Calderón de la Barcas "La vida es sueño" und Hugo von Hofmannsthals "Der Turm"
Sprache:
Deutsch
Ausgabe:
Aufführungsmaterial
Verlag/Label:
Schott Music
Kompositionsjahr:
1989
Spieldauer:
85 ′0 ′′
Uraufführung:
16. Mai 1990 · Luzern (CH)
Stadttheater
Musikalische Leitung: Christian Pollack
Inszenierung: Georges Delnon · Kostüme: Anuschka Meyer-Riehl · Bühnenbild: Erich Fischer
(szenisch)
Stadttheater
Musikalische Leitung: Christian Pollack
Inszenierung: Georges Delnon · Kostüme: Anuschka Meyer-Riehl · Bühnenbild: Erich Fischer
(szenisch)
Technische Details
Medienart:
Leih-/Aufführungsmaterial
Bestellnummer:
LS 1906-01
Hersteller:
Personen
Aufführungen
König für einen Tag
Musikalische Leitung: Christian Pollack
16. Mai 1990 |
Luzern (Schweiz) , Stadttheater — Uraufführung
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