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Werk der Woche – Jörg Widmann: Cantata in tempore belli

Porträtfoto von Jörg Widmann. Der Komponist steht im Profil und blickt nachdenklich in die Ferne. Dunkle Umgebung mit dezenter Beleuchtung betont eine nachdenkliche Atmosphäre.

Ein Zeichen für Frieden in Kriegszeiten: Am 2. Februar 2025 erlebt die Cantata in tempore belli ("Kantate in Zeiten des Krieges") von Jörg Widmann ihre Uraufführung in der Elbphilharmonie Hamburg. Mit Kent Nagano am Pult des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg, der Solistin Ida Aldrian (Mezzosopran) ,dem Sprecher Jens Harzer und dem ukrainischen Chor der Lyatoshynsky Capella verspricht die das Konzert ein musikalisches Ereignis von großer Strahlkraft. Die 45-minütige Kantate, die Widmann als "Plädoyer für den Frieden" beschreibt, knüpft an sein großes Oratorium ARCHE an, das ebenfalls unter Naganos Leitung 2017 in der Elbphilharmonie uraufgeführt wurde.

Eine musikalische Botschaft in schwierigen Zeiten

Mit der Cantata in tempore belli setzt Jörg Widmann ein eindringliches Zeichen gegen den Krieg und für den Frieden. „Neben Bibeltexten und Gedichtfragmenten von Hölderlin, Logau und Matthias Claudius steht an zentraler Stelle der pazifistische Aufruf ‘Sag Nein!‘ des viel zu früh verstorbenen Hamburgers Wolfgang Borchert“, erklärt Widmann. „Möge diese Kantate Trost spenden und zum Frieden mahnen.“ Die Wahl der Texte unterstreicht die universelle und zeitlose Botschaft der Komposition, die angesichts der aktuellen Weltlage von besonderer Relevanz ist.

Jörg Widmanns Hommage an die Kantate

Die Cantata in tempore belli steht in der großen Tradition der Kantate, die als Gattung zwischen Oratorium und Lied eine besondere musikalische Ausdruckskraft besitzt. In den letzten Jahren hat sich Jörg Widmann intensiv mit dieser Form auseinandergesetzt, unter anderem mit seiner 2023 für den Thomanerchor komponierten Friedenskantate. Beide Werke eint das Anliegen, durch Musik die Sehnsucht nach Frieden und Menschlichkeit spürbar zu machen.

Eine Ära musikalischer Zusammenarbeit

Die Uraufführung markiert einen Schlusspunkt in der langjährigen künstlerischen Partnerschaft zwischen Kent Nagano und dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg. Diese begann eindrucksvoll mit der Premiere von Widmanns ARCHE zur Eröffnung der Elbphilharmonie und findet nun mit der Cantata in tempore belli einen würdigen Abschluss. Die enge Verbindung zwischen Dirigent, Orchester und Komponist macht die Premiere zu einem besonderen Moment in der aktuellen Musiksaison.

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Weitere Informationen

Jörg Widmann - Komponisten-Profil

Werkdetails und Onliner-Partitur

Veranstaltung auf der Website der Elbphilharmonie

Foto: Marco Borggreve

 

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