Die Leiche im Sack
composer: Franz Wittenbrink - Eberhard Streul
arranger: Franz Wittenbrink
librettist: Eberhard Streul
Operngrusical in einem Akt
Text von Eberhard Streul
Musik und Arrangement von Franz Wittenbrink
Orchestra instrumentation: 1 · 0 · 1 · 0 - 0 · 1 · 1 (auch Hupe) · 0 - P. S. (Röhrengl. · Jazz-Set · Tempelbl.) - Klav. [vom Dirigenten gespielt, dient zur Unterstützung des Klangvolumens und kann aus dirigiertechnischen Gründen oftmals auch entfallen] - 1 Vl. · 1 Vc. -
Zusätzlich von Orchestermusikern zu übernehmen: "Casio-VL-Tone" Mini-Synth. · Plastikschüssel mit Scherben · Plastikschüssel
Cast of characters: Gilda, Leiche · Sopran - Mimi, kuriert ihren Husten aus · Sopran - Max, Oberförster · Tenor - Sparafucile, Mörder · Bass - Maddalena, seine Schwester · Alt - Herzog, liebt die Frauen · Tenor - Operngott, kommt zur rechten Zeit / Samiel, ebenfalls · Bass (Doppelrolle) - Küsters, Kommissar der Mordkommission · Sprechrolle (singt aber gern) - Müller, sein Assistent · Sprechrolle - Regisseur, avantgardistisch · Sprechrolle - 2 Opernengel (auch 2 Frauenstimmen hinter der Bühne) · Soprane
Publisher: Schott Music
Duration: 100' 0''
Year of composition: 1985
Language: German
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Description
Was kann nicht alles geschehen, wenn ein restlos übergeschnappter Jungregisseur auf die aberwitzige Idee kommt, eine neue Version von Verdis RIGOLETTO auf die Bühne zu bringen, und zu diesem Zweck die europäische Opernliteratur der letzten 250 Jahre plündert! Ergebnis dieser Bemühungen ist ein in jeder Hinsicht außergewöhnlicher Opernabend – zwerchfellerschütternd witzig, „reiner Blödsinn”, weit entfernt von der pädagogischen Zielsetzung von Streuls PAPAGENO SPIELT AUF DER ZAUBERFLÖTE oder DAS GEHEIMNIS DER WOLFSSCHLUCHT; ein Blödsinn aber, der nie platt wird, sondern britisch „sophisticated” daherkommt. Atemlos schnell überstürzen sich die miteinander verzahnten Opernzitate, Parodien und Zutaten, eingebettet in eine gewollt wirre und dabei mit beißender Kritik am modernen Regietheater-(Un)wesen konstruierte Krimihandlung.
Ein „mörderisches” Vergnügen – dem Opernkenner ein wohliger Graus, aber auch für den weniger Opern-„vorbelasteten” Zuschauer jeden Alters ein Heidenspaß.
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