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Der Rosenkavalier

composer: Richard Strauss

Neue Filmfassung 2006 für großes Orchester

für großes Orchester

Premiere: 6. September 2006 Dresden, Semperoper · Staatskapelle Dresden · Dirigent: Frank Strobel
Orchestra instrumentation: 3 (3. auch Picc.) · 3 (3. auch Engl. Hr.) · 3 (3. auch Bassklar.) · Bassetthr. · 3 (3. auch Kfg.) - 4 · 3 · 3 · 1 - P. S. (Trgl. · Beck. · Tamb. · kl. Tr. · gr. Rührtr. · gr. Tr. · Schellen · 2 Kast. · gr. Ratsche · Glsp.) (3 Spieler) - Cemb. · Klav. (auch Cel.) · Harm. · 2 Hfn. - Str. (16 · 16 · 12 · 10 · 8) zusätzlich (ad lib.): 8 Trp. · 12 Trommeln
Publisher: A. Fürstner
Duration: 110' 0''
Year of composition: 1925
Edition: full score
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Description:

„Fünfzehn Jahre nach der Uraufführung des ‚Rosenkavalier‘ (26. Januar 1911 am Königlichen Opernhaus Dresden) erfolgte an gleicher Stelle die Uraufführung des international besetzten ‚Rosenkavalier‘-Films. In den Hauptrollen spielten Paul Hartmann (Der Marschall), Huguette Duflos (Die Marschallin), Jaque Cate-lain (Octavian), Michael Bohnen (Ochs von Lerchenau), Carl Forest (Faninal) und Elly Felicie Berger (Sophie). Die Idee zu diesem Film stammte von Robert Wiene, dem künstlerischen Leiter und Dramaturgen der österreichischen Stummfilmgesellschaft Pan-Film, der bei den Aufnahmen zwischen dem 18. Juni und Ende August 1925 (Schönbrunner Filmatelier und Wien) auch Regie geführt hatte.

Für Strauss und Hofmannsthal bedeutete ein ‚Rosenkavalier‘-Film ein Abenteuer, und sie hatten sich zweifellos unter finanziellen Aspekten darauf eingelassen. Trotz eines angebotenen Honorars von 10.000 Dollar [Hofmannsthals Honorar betrug 5.000 Dollar] war der Komponist zunächst nur mit halbem Herzen bei der Sache. Als sein Verleger, Adolph Fürstner, gegen den Filmplan opponierte, weil das Kino immer spürbarer zu einer Konkurrenz der Theater und damit auch der Bühnenverleger geworden war, zog Strauss seine ursprüngliche Zusage, die eigens zusammengestellte Begleitmusik zu dem stummen Film bei der Uraufführung zu dirigieren, zurück, gab aber schließlich dem beredten Hofmannsthal nach und leitete beide Premieren, die Dresdner am 10. Januar und die Londoner am 12. April 1926.

Die in zwei Akte getrennte Filmmusik ist fast ganz der Komödie für Musik ‚Der Rosenkavalier‘ op.59 ent-nommen, doch hat Strauss die einzelnen Teile, entsprechend dem Handlungsverlauf des Films, in eine neue Reihenfolge gebracht. Für zwei Szenen im 1. Teil (Partiturziffern 104 und 218) sowie für den Beginn und eine Szene des 2. Teils (nach Partiturziffer 112) griff er auf vier ältere Kompositionen zurück: den Präsentiermarsch ‚De Brandenburgsche Mars‘ D-Dur o. op. AV. 99 von 1905/06, den ‚Königsmarsch‘ Es-Dur o. op. AV. 100 von 1906, auf das dritte Stück (c-moll; ‚Herzog Bernhard der Große von Weimar in der Schlacht bei Lützen 1632‘) seiner Musik zu den ‚Lebenden Bildern‘ o. op. AV. 89, die er 1892 ‚Zur Feier der goldenen Hochzeit des Großherzogs Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach und der Groß-herzogin Sophie, Prinzessin der Niederlande‘ geschrieben hatte, sowie auf den ‚Wirbeltanz‘ F-Dur aus der 1923 entstandenen Tanzsuite nach Klavierstücken von François Couperin o. op. AV. 107. Lediglich ein Stück zur Begleitmusik für den Film hat Strauss zwischen dem 24. Juli und 28. Oktober 1925 neu kompo-niert: den Militärmarsch F-Dur o. op. AV. 112 (Partiturziffer 210). Der ausdrücklich als ‚Einlage von Richard Strauss für den Rosenkavalierfilm componiert‘ bezeichnete Marsch ist die musikalische Illustration zu den Filmszenen im 1. Teil, die im ‚Feldlager des Feldmarschalls‘ spielen. An diesen Militärmarsch schließt sich unmittelbar der ‚Königsmarsch‘ an.

Die Musik zur Komödie für Musik ‚Der Rosenkavalier‘ und die Filmmusik haben dieselbe, große Beset-zung. Die Salonorchester-Fassung […] ist weder in Mueller von Asows Thematischem Verzeichnis der Werke von Richard Strauss noch in der Strauss-Literatur erwähnt; auch der Briefwechsel zwischen Strauss und Hofmannsthal gibt keinen Hinweis. Ein Vergleich mit den jeweiligen Instrumentalstimmen aus der originalen, großbesetzten Filmmusik zeigt keinerlei Übereinstimmung, die Stimmen der Salonorche-ster-Fassung müssen also neu herausgeschrieben worden sein. Als Komponist nennt das (ebenfalls bei Fürstner gedruckte) Material Richard Strauss. Er hat also diese Salonorchester-Fassung, vielleicht wieder aus finanziellen Gründen, zumindest durch seinen Namen autorisiert.“
(Manfred Reichert, zitiert nach: Programmheft Ensemble 13, Der Rosenkavalier – Stummfilm mit Live-Musik.– Karlsruhe 1995)




Performances:
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25.10.2008

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin - Frank Strobel Konzerthaus, Großer Saal - Berlin - Germany


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