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Vipern
Hire title

Vipern

composer: Christian Jost
translator: Rainer G. Schmidt
librettist: Tim Coleman

Eine mörderische Begierde in 4 Akten nach Motiven von Thomas Middleton und William Rowley

Libretto von Tim Coleman und Christian Jost
Deutsche Fassung von Rainer G. Schmidt

Dedication: für Stella und Aribert
Premiere: 21. Januar 2005 Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein · Düsseldorfer Symphoniker · Dirigent: John Fiore · Inszenierung: Eike Gramss · Bühnenbild und Kostüme: Gottfried Pilz
Orchestra instrumentation: 3 · (2. auch Picc., 3. auch Altfl.) · 0 · Engl. Hr. · 3 (2. auch Es-Klar., 3. auch Bassklar.) · 3 Fag. (2. und 3. auch Kfg.) - 4 · 3 (2. auch Piccolotrp.) · Basstrp. · 3 · 1 - Str. - Bühnenmusik: Altsax. · Vibr. · Drumset (Bass drum · Side stick · Snare · 3 Tomt. · Ride · hi-hat · hi-hat crash · crash cimble) (1 Spieler) · E-Bass
Cast of characters: Vermandero, ein reicher Edelmann · Bass - Beatrice-Joanna, seine Tochter · dramatischer Sopran - De Flores, ein Diener · Heldenbariton - Alsemero, verliebt in Beatrice · Bariton - Antonio, Diener Vermanderos · hoher lyrischer Bariton - Jasperino, Diener Alsemeros · Tenor - Diaphanta, Zofe von Beatrice · hoher Sopran - Alonzo de Piracquo, verlobt mit Beatrice · Tenor - Tomazo de Piracquo, sein Bruder: Bariton - Alibio, Vorsteher des Tollhauses · Tenor - Isabella, seine erheblich jüngere Frau: lyrischer Sopran - Maria, Wärterin im Tollhaus · Alt - Drei verrückte Dichterinnen, Insassen im Tollhaus · 3 Frauenstimmen
Publisher: Schott Music
Duration: 120' 0''
Year of composition: 2004
Edition: full score
Language: German
Material on hire

Description:

Die Oper erfordert ein komplett anderes kompositorisches Denken als ein Orchesterwerk. Komponieren überhaupt ist wohl nur in zwei Kategorien einzuteilen: Komponieren mit und ohne Text. Das Komponieren einer Oper erzwingt in jedem Moment der Komposition eine Haltung zu den drei großen Fragen der Textbehandlung: Arbeite ich mit, gegen oder für den Text.
Ein komplexes Werk vereinigt alle drei Komponenten, bzw. bewegt sich in ständigem Wechsel dieser Komponenten – ein Umstand, der beim Komponieren eines instrumentalen Werks nicht existiert und damit eine völlig andere Problembewältigung der künstlerischen Aussage aufwirtt. VIPERN ist ein sehr archaisches Werk, in dem sich alles um unterdrückte, auszulebende und explodierende Liebe dreht. Das Libretto habe ich zusammen mit Tim Coleman geschrieben.
Ich sehe den Stoff wie ein wildes Tier, das – in einem Käfig eingeschlossen – bedrohlich leise und manchmal fauchend seine Bahnen zieht, wobei der Betrachter in ständiger Angst hoffend bangt, er möge das Tier im Käfig halten können. Im übertragenen Sinne wird dies, so hoffe ich, die musikalische Summe meiner Oper sein.
Hierfür benötige ich einen speziellen Klang, der gänzlich ohne Schlagwerk, Harfe, Klavier oder sonstige Tasteninstrumente auskommt: Ich verwende hier ausschließlich Bläser und Streicher. Die Sänger erwachsen aus dem Orchesterklang, welcher sich wiederum aus den Gesangsstimmen heraus entwickelt. Alles ist miteinander verwoben, und da Sänger, Bläser und Streicher über äußerst wesensverwandte Tongebung und Tonschöpfung verfügen, stände jeder perkussiv erzeugte Klang meiner Konzeption eher störend gegenüber.

- Christian Jost, 2004


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